Große Rechenkünste wurden bei ihren ersten Vereinsmeisterschaften von den kleinsten Litzelstettern an der Schießlinie verlangt. Doch auch in dieser Disziplin schlugen sich Robin Lang, Lisa Seitz und Anna Velte großartig. Erst als es in die höheren Regionen ging, mussten die drei, die noch kurz zu vor um die Wette gerechnet hatten, passen. Schließlich muss man ja mit sieben, acht Jahren noch längst nicht alles wissen – und außerdem kann man ja immer jemanden fragen, der schon weiter rechnen kann.

Natürlich sind die Kleinsten irgendwie immer die größten, so ist das nun einmal. Und da ließen es sich auch viele Eltern, Großeltern und Geschwister nicht nehmen, die Aktiven im Schüler- und Jugendbereich zu unterstützen. So manch einer setzte da zum Höhenflug an und freute sich am Ende über viele tolle Treffer.

Nach mehreren Jahren Pause gibt es in diesem Winter beim SVL viel Bewegung in den verschiedenen Jugendklassen. Geradezu flutwellenmäßig hatte im Spätsommer noch ein großer Schwung Kinder und Jugendliche die Abteilung „heimgesucht“: alle wollten sie das Bogenschießen lernen. Und so kam die Vereinsmeisterschaft in der Halle gerade recht, um den Eltern zu zeigen, was man so alles gelernt hat in den letzten paar Wochen.

Robin Lang durfte bei den Schülern C der Hahn im Korbe sein: drei Mädels, das verlangt einen ganz abgeklärten Typen, so dachte er sich wohl. Am Ende machte er dementsprechend auch seine Sache beim ersten Wettkampf überhaupt am besten. Strahlend durfte er nach ganz oben auf das Siegerpodest. Für 349 Ringe (166, 183) gab es Urkunde und Medaille. Da werden die anderen Jungs aus der Nachbarschaft ganz schön gucken ! Bei den Mädchen musste Annika Pohle, die sich bereits im Frühjahr erstmalig in einen Wettkampf getraut hatte, aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig passen. Alle drücken ihr natürlich die Daumen, daß die Bandage am Handgelenk rechtzeitig abgenommen werden kann und einem Start bei den Kreismeisterschaften am Ende nichts entgegen steht. Ohne Annika war der Wettkampf dann am Schluß eine recht klare Angelegenheit für Lisa Seitz, die sich mit deutlichem Vorsprung vor Anna Velte durchsetzte. Motivation für neue Aufgaben dürften die Vereinsmeisterschaften auf jeden Fall geben.

Bei den Schülern A war eigentlich für diesen Winter beim SVL eine „Nullrunde“ eingeplant: Moritz Aschpurwis und Jannik Kirmaier waren schließlich in die Jugendklasse gewechselt. Keiner konnte damit rechnen, daß bereits wenige Wochen später zwei komplette „A-Teams“ an die Linie gehen würden. Luca Hoschka, der am Ende tagesbester wurde, ärgerte sich schon im ersten Durchgang maßlos über viele ausgelassene Möglichkeiten. Ebenso ging es dem zweiten Peer Gensle. „Mann, bin ich doof“, kam es mehr als einmal. Aber zum Schluß strahlten beide trotzdem. 422 Ringe für Luca, 413 Zähler für Peer, beide waren zufrieden, erst recht in dem Wissen: das können wir noch viel besser. Dritter wurde bei den Jungen Moritz von Streit, der damit das erste Litzelstetter Schüler A Trio für diese Saison komplettiert. In der zweiten Mannschaft werden Jonathan Papenberg und Xaver Roos als vierter und fünfter in der Konkurrenz an den Start gehen. Verstärkung bekommen sie durch Jana Halter, die als einziges Mädchen dabei war und entsprechend Vereinsmeisterin wurde. Auch hier gab es natürlich Medaille und Urkunde – und natürlich ein verschmitztes Lächeln in Richtung Familie: das ging doch wirklich ganz gut heute ! Bei den Jungen sechster wurde Kevin Hanisch, und als am Ende alle am Siegerpodest versammelt waren, gab es natürlich auch eine Welle für’s Publikum. Schließlich sollten alle sehen können: wir hatten richtig Spaß miteinander.

Ein Blick auf die Teilnehmerliste in der Jugendklasse sagte allen vorher: das ist doch irgendwie eine klare Sache. Normalerweise müsste Justin Schuldes dieses Ding nach Hause bringen. Zwar ging in seinem Wettkampf viel schief, aber trotzdem reichte es am Schluß für 474 Ringe. Das sollte doch reichen, um den Rest der Truppe, der bei beengten Hallenverhältnissen erst am Nachmittag ins Geschehen eingreifen würde, abzuhängen. Der vermeintlich schärfste Konkurrent, Christopher Borho, hatte ebenfalls am Vormittag nicht ganz geschafft, Justin erstmalig abzuhängen. „Mir fehlt noch ein wenig die Konstanz“, musste er am Ende feststellen, war aber trotzdem sehr zufrieden. Mit 463 Ringen gelang ihm ein sehr ordentlicher Saisoneinstieg. Damit war dann wohl alles klar. Nur hatte niemand so recht Felix Aschpurwis auf der Rechnung. Bei Wachstumspause legte er los wie die Feuerwehr – und ärgerte sich ebenfalls mehrmals zwischendurch über liegengelassene Ringe. Dieses Thema (sich zu ärgern) scheint wohl allgemein verbreitet zu sein … , siehe Schüler A. Na ja, nach seinen 248 Ringen aus dem ersten Durchgang meine er nur: „Hätte mehr sein können. Und im zweiten Durchgang verk@&%§ ich’s dann doch eh wie immer.“ Damit fing er sich dann ein paar verbale Klatscher ein, und ging am Ende so an Durchgang zwei wie an Durchgang eins. Die Umstehenden staunten nicht schlecht: tolle Gruppen, viel im Zentrum, das sollte doch … - wenn da nicht der berühmte letzte Pfeil … . Nun ja. Ein Endergebnis von 496 Ringen ist doch toll ! Und trotz des kurzen Ärgers, der aber ganz schnell verflogen war, strahlte Felix dann doch wie das berühmte Honigkuchenpferd. Vereinsmeister, wer hätte das gedacht !?!? Justin damit „Vize“ und Christopher dritter, und eine tolle Mannschaft für die Kreismeisterschaften, so viel steht fest.

Den Einstand in der Jugendklasse gaben Moritz Aschpurwis und Jannik Kirmaier. Und vor allem Moritz wollte sich nicht lumpen lassen. Immer wieder nahm er sich seinen großen Bruder zum Vorbild – obwohl: ist der überhaupt noch größer ??? Leider blieb bei der tollen Leistung mit 408 Ringen nur Platz vier, aber mit dem fünften, Jannik Kirmaier, sowie dem siebten in der Jugendklasse, Tom Henke, wird auch das sicher eine prima Mannschaft. Als sechster konnte sich Johannes Bethge dazwischenschieben, aber auch in diesem Jahr wird es für ihn schon nach den Vereinsmeisterschaften „Tschüs Wettkämpfe“ heißen. Man kann eben nicht zwei Hobbies gleichzeitig nachgehen. Die Plätze sieben und acht gingen in der Jugendklasse an Luka Skadow und Moritz Ittner. Und wie bei den Schülern gab es auch hier statt eines Hahnes sozusagen eine Henne im Korb: Zoe Heisler, mittelerweile ebenfalls in die Jugendklasse aufgerückt, wurde am Ende Vereinsmeisterin unter den acht Kollegen. Sie dürfte morgens ihrer großen Schwester eine lange Nase gedreht haben, denn sie konnte im Bett bleiben. Annkathrin musste als Juniorin wie auch alle Erwachsenen in der ersten Schicht ran.

Und während in den verschiedenen Jugendklassen der Ansturm in diesem Sommer so richtig losgegangen war, mussten sich die Junioren nun schon umschauen: wo sind denn alle hin ? Das ganze war zum „Single-Event“ geworden. Mit Annkathrin Heisler und Niels Huber gab es nur noch je einen Starter, da Mario Straub und Frank Nietsch ab dieser Saison endgültig zu den großen gehören. Und so mühten sich beide mit der Müdigkeit ab, die der Morgen ja ab und zu – zumindest am Wochenende – bereithalten kann. Niels wurde so wie auch Anni logischerweise Vereinsmeister, und beide ließen sich noch einiges an Luft für die weitere Saison.

Anni hatte also vorgelegt, Vereinsmeisterin, da würde Papa doch wohl nachziehen ! Das war die eindeutige Erwartungshaltung an Familienoberhaupt Matthias Heisler in der Morning Session. Allein, er stand sich mehr als einmal im ersten Durchgang selbst im Weg. Es lief nicht wirklich rund an diesem Sonntag. Und so wurde er am Ende halt Vize, weil Josef Straub mit 540 Ringen und Tagesbestwertung am Ende einfach nichts anbrennen ließ. Mit 514 Ringen musste sich Matthias am Ende dann sogar noch ziemlich strecken, um Wiedereinsteiger Jürgen Häge nach seiner langen Verletzungspause Paroli bieten zu können. Der hatte sich nämlich mit 510 Zählern gleich einmal auf Platz drei geschoben. Da hatten Peter Nietsch als vierter und Stefan Leitermann als fünftplazierter das Nachsehen, freuten sich aber mit Jürgen über das geglückte Comeback.

Etwas angesteckt durch Matthias‘ Sichselbstimwegstehen sah sich am Ende Eberhard Mühlfriedel in der Seniorenklasse. Vielleicht wurde zwischendurch auch zu viel gelacht ? Wer weiß das schon. Am Ende schuckelte er seinen Saisoneinstieg ganz locker mit 497 Ringen nach Hause. Mehr braucht so früh in der Hallenserie kein Mensch, schließlich geht es erst viel später wirklich um etwas. Dem dürfte die bessere Hälfte Doro sicher zustimmen, aber: geschenkt gibt’s nix. Und überhaupt ! Und außerdem sollte doch der Josef auf der gleichen Scheibe nicht glauben, daß er da so einfach mit einer Tagesbestwertung davon käme, ohne daß sie wenigstens einmal „hallo, ich bin auch noch da“ gesagt hätte. Wie auch immer, auch Doro wird sich die Körnchen über die Hallenserie gut aufsparen, das ist ja klar. Mit 521 Ringen lieferte sie aber schon einmal einen ersten Hinweis auf den aktuellen Stand der Dinge, und der ist sehr ordentlich. Klar, daß sie damit Vereinsmeisterin in der Altersklasse wurde. Platz zwei ging an Christine Straub, die sich mit 484 Ringen ebenfalls gut in die Saison herein meldete. Rang drei ging an Beate Heisler, die an diesem Tag gemeinsam mit Matthias feststellen musste: Vereinsmeister, das werden halt unsere Kinder. Auch nicht schlecht, was die Bilanz angeht.

Der Damenklasse geht es ein wenig wie den Junioren: es werden immer weniger. Das Thema „Alterung“ geht halt quer durch alle Gruppen. Auch hier holperte es am Ende, aber das machte irgendwie auch nichts. Stefanie Polej blieb am Schluß mit 481 Zählern vor Antje Schütte, die sich über 340 Ringe freuen konnte: „War nett.“ Und während Altersklassen über Zuwächse nicht klagen können, könnte, na ja, so muß man das am Ende wohl festhalten, eben jenes (= Klagen über Zuwachs) die Schützenklasse tun. Alle drei arrivierten Schützen, also Christian Wild, Heiko Plagwitz und Stefan Windmüller, eierten mehr oder weniger herum. Am wenigsten tat dies am Ende noch Christian. Mit einem aber doch eher %$§/&“ (zensiert !) Resultat lag er am Ende sechs Ringe vor Heiko, ebenfalls eher %$§/&“. Da hatte er am Schluß sogar Glück, daß er mit mehr erzielten Zehnern seinen Platz gerade noch vor Christoph Gutmann halten konnte, der zwei Ringe vor Stefan ins Ziel kam. Na ja, hier gilt dann: keine Klage, Christoph wechselt ja schon in einem Jahr zu den alten Herren. Und Christoph selbst ? Dürfte über 508 Ringe auch nicht meckern. Das war dann ja wohl ein echtes Ding: Christian 514, Heiko 508, Christoph 508 (!), Stefan 506. Und da ging es nur um die Plätze zwei bis fünf. Denn die Vereinsmeisterschaft ging an einen ganz anderen ! Völlig entspannt spulte Mario Straub sein Programm runter, er konnte es sich zwischendurch sogar immer wieder leisten, nachzufragen, was die anderen so hätten – das störte ihn alles gar nicht. Mit 531 Ringen kam an ihn keiner ran, und so ist klar: Jungs, Ihr müsst Euch schon etwas mehr reinhängen, sonst werdet Ihr vielleicht doch noch abgehängt. Geradezu sensationell wäre es gewesen, hätte auch Frank Nietsch einen Coup landen können. Aber für weitere Sensationen war dieser Sonntag dann doch nicht gemacht. Frank wurde in dieser Wertung sechster. Vielleicht waren am Ende dann auch alle ganz froh, daß der Neuling in der Erwachsenenklasse, Markus Wolff, seinen Einstand auf der 40 cm Auflage geben wollte – so konnte es hier keine „bösen Überraschungen“ für die Schützen geben … Wink. Daß es aber in der Schützenklasse eng zugehen könnte, gerade zu Saisonbeginn, das hatten sich einige zwar schon gedacht. Daß am Ende aber Mario die Herrenmannschaft anführen könnte, das dann vielleicht doch nicht, denn: einen von den „Platzhirschen“, den schlägst Du vielleicht, aber gleich beide auf einmal ? Das war dann doch echt klasse. Spannung also vor dem Meßkircher Hallenturnier: wie wird es da weitergehen ? Fortsetzung folgt … .

 

Am Ende Apollon in die Knie gezwungen: hier ist die komplette Ergebnisliste Laughing: pdfErgebnisliste

   

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