Die Serie hält: wieder einmal blieb es trocken bei einer SVL-Veranstaltung, und das, obwohl die Wetterfrösche schon ziemlich unangenehme Aussichten parat gehabt hatten. Aber es blieb bei einigen giftigen Böen, die dem Saisoneinstieg bei den Vereinsmeisterschaften der Außenserie die nötige Würze verpaßten. So ähnelten die Resultate am Ende dann doch eher denen aus einem Hallenwettkampf, aber was soll’s: es ist bis zur Qualifikationsrunde für die Landesmeisterschaften ja noch ein wenig hin.

 

 

Mit 1710 Ringen stiegen die Herren in diese Außensaison ein. Stefan Windmüller wurde in diesem Jahr „virtualisiert“. Er hatte während der Woche unter Aufsicht vorschießen müssen, allerdings ohne den direkten Blick seiner Konkurrenten auf den Ergebniszettel. So konnte wenigstens für die verbliebenen Sonntagsschützen die Auseinandersetzung herausfordernd gestaltet werden. Denn: der Dauerdritte des SVL hatte trotz reichlichen Trainingsrückstands einen „satten“ Einstand abgeliefert: 287 und 276 Ringe, das war schon einmal ein Wort für die Ebenfallswenigtrainierer aus der Routine-Fraktion. Mit der Herausforderung von Anfang an am besten klar kam Christian Wild, der sich mit einer 295er und einer 291er Serie schadlos hielt – und Vereinsmeister wurde. Deutlich mehr zu kämpfen hatte Heiko Plagwitz. 282 Ringe reichten im ersten Durchgang nur für Rang drei. Aber: Stefan hatte sich in der zweiten Hälfte eine 37 geleistet, das würde sicher einiges kosten, und es wurde auch mit Erleichterung zur Kenntnis genommen, daß Stefan sich gegen Ende des Wettkampfs mehr und mehr zu den Ringen hatte quälen müssen. Allein, es reichte Heiko am Schluß nicht mehr. Zwar ging mit 279:276 dieser Durchgang an ihn, aber erstmalig wurde Stefan nun „im Sandwich“ zwischen seinen beiden Teamkollegen Vize-Vereinsmeister. Also: Christian eins (586), Stefan zwei (563), Heiko drei (561). Das läßt doch auf weitere gute Saisonresultate hoffen … . Die Höhepunkte folgen ohnehin erst später im Jahr.

 

Bei den Damen hatte sich das Teilnehmerfeld in zwei Altersgruppen zerlegt. Doris Mühlfriedel und Christine Straub bestritten die Altersklasse, während Stefanie Polej als letzte Verbliebene in der Damenklasse „ausharren“ muß. Nach langer Saisonabschluß- und Verletzungspause ist Doro natürlich in Schußlaune, aber eben längst nicht wieder in ebendiesem (Schuß natürlich). Trotzdem reichte es leicht und locker für den Sieg in der Altersklasse mit 437 Ringen. Christine kämpfte mehr als einmal wie so viele andere auch mit den Windböen, dem Tageskennzeichen für Gruppe AB. Ein Endergebnis von 364 Ringen war aber aller Ehren wert. Zwei Scheiben weiter nahm sich Steffi ein Beispiel an den Junioren und leistete sich wie diese auch regelmäßige Ausreißer. Da schaute wohl jeder von jedem ab und nahm sich ein Beispiel. Am Schluß blieben 519 Ringe in der Endausbeute.

 

In der Familienabrechnung gelang dann Doro, was Christine versagt blieb: sie hielt ihre bessere Hälfte auf Distanz, rein ergebnistechnisch natürlich. Die Seniorenklasse ging, eigentlich wie immer, an Eberhard Mühlfriedel, aber mit 428 Zählern lag er ein kleines Stück hinter Doro. In zwei Wochen können die beiden bei den Kreismeisterschaften ein weiteres Familienduell eröffnen. Bei Straubs ging die interne Rangliste an die Herren der Schöpfung. Vorne landete einmal mehr Sohn Mario, der mit 490 Ringen in der Juniorenklasse zweiter geworden war. Josef holte sich im Familienranking Platz zwei. Mit 456 Zählern hatte in der Altersklasse Platz drei geholt.

 

Spannend ging es bei den Schülern A zu: Moritz Aschpurwis und Jannik Kirmaier schenkten sich nichts. Nach 72 Wertungspfeilen lagen ganze zwei Ringe zwischen den beiden Startern. Moritz hatte das bessere Ende für sich und gewann den Vergleich mit 375:373. Trotz der knappen Niederlage war auch Jannik mit dem Resultat ziemlich zufrieden. Die beiden wollen sich dann bei den Kreismeisterschaften erneut ein spannendes Duell um die beste vereinsinterne Plazierung liefern, das war direkt abgemacht.

 

Erstmalig gab es beim SVL in diesem Jahr wieder eine Schüler C Wertung. Vor einigen Jahren dominierten die Jungen, jetzt haben sich drei Mädels zwischen sieben und acht Jahren eingefunden. Annika, Lisa und Anna schenkten sich natürlich auch nichts, aber am Ende hatte Anni eindeutig die Nase vorn und rechtfertigte auch ihre Nominierung für die Kreismeisterschaften 2012. Im Winter hatten die Trainer noch entschieden: das ist ein bisschen zu früh. Aber nun darf sie mit viel Motivation in zwei Wochen zum ersten Mal bei einer KM an den Start. Trotz der Umstellungen, Vergrößerung der Distanz auf 18 m sowie Verkleinerung der Auflage auf 80 cm, kam Annika auf 291 Ringe und freute sich wie ein Schneekönig. Lisa wurde mit 157 Ringen zweite und Anna mit 119 Zählern dritte. Wenn die drei dabei bleiben, könnten sie im Winter zum ersten Mal als Team an den Start gehen. Das sollte doch einiges an Motivation bringen !

 

Felix Aschpurwis konnte es in der Jugendklasse seinem Bruder Moritz in Sachen Plazierung nicht gleichtun: hier waren am Ende Justin Schuldes und Christopher Borho um einiges besser. Justin hatte zum Schluß sogar etwas Glück, daß er einen knappen 465:460 Sieg nach Hause bringen konnte. Christopher überraschte ein ums andere Mal mit guten Passen und konnte sich an seinem Teamkollegen geradezu festbeißen. Nun steigt natürlich die Erwartungshaltung, wenn schon der Einstieg in die 60 m Runde so gut glückt … . Zu sicher sein dürfen sich Justin und Christopher aber nicht: wenn die Umstellung von Aluminium auf die Carbon-Alu-Pfeile auch bei Felix erfolgt ist, dürfte es sicher nicht bei den 309 Ringen von der Vereinsmeisterschaft bleiben.

 

Auch in der Juniorenklasse ging es in den Passen auf und ab. Seinen kleinen 248:246 Vorsprung aus dem ersten Durchgang konnte Mario Straub am Ende nicht nach Hause bringen. Niels Huber steigerte sich hier deutlich. Die zweite Hälfte ging mit 265:242 an ihn, damit natürlich auch die Vereinsmeisterschaft. Zufrieden waren beide dennoch nicht. Einigkeit herrschte hier: da geht doch viel, viel mehr ! Ähnliches dürfte sich mit 439 Ringen auch Frank Nietsch denken, der sich beim Saisoneinstieg zunächst vornehm zurück hielt. Auch hier sind die Trainer entsprechend gespannt, wie sich das Team in den nächsten Wochen entwickeln wird.

 

Wie schon im letzten Jahr holte sich auch 2012 Peter Nietsch die Wertung in der Altersklasse. Allerdings blieb das Niveau des Wettkampfs wie auch in diversen anderen Klassen um einiges unter dem des Vorjahrs. Aber man wollte ja nicht meckern. Alle waren froh, daß es trocken geblieben war. Die strammen Böen aus wechselnden Richtungen störten da am Ende nicht mehr. Mit 515 Zählern verwies Peter am Ende die Konkurrenz auf die Plätze. Am nächsten kam ihm noch Matthias Heisler, der sich 481 Ringe erkämpfte und auf jeden Fall noch Reserven hat. Josef Straub landete bei seinem Wiedereinstieg in die Gruppe der Aktiven nach langer Wettkampfpause mit 456 Zählern auf Platz drei. Rang vier ging an Stefan Leitermann mit 406 Ringen, Jürgen Häge musste bei einem Stand von 397 Ringen die letzte Passe verletzt sausen lassen und dürfte wohl für den Rest der Saison ausfallen, schade.

 

Bei den Neulingen setzte sich bereits frühzeitig Jochen Kadgiehn von Antje Schütte ab: mit 254 Ringen lieferte er ein famoses Ergebnis im ersten Durchgang ab. Am Schluß gab es für einen guten Gesamtwettkampf 482 Ringe und die Lust auf mehr. Auch Antje konnte zufrieden sein. Sie steigerte sich in der zweiten Hälfte deutlich und kam zu guter Letzt auf 362 Zähler. Beide dürften im Verlauf des Sommers die größeren Distanzen in Angriff nehmen und sich sicher nicht mit 40 Metern begnügen. Spaß ist also garantiert.

Abschließend noch die Ergebisse:


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