Mit einigem an Müdigkeit aber auch viel guter Laune endete für die erste Mannschaft des SV Litzelstetten am abgelaufenen Wochenende die Hallenserie. Für das Regionalligafinale hatte der Spielplan den TV Ohrnberg als Ausrichter vorgesehen. Schade eigentlich, daß die Entscheidungen im Ligageschehen im Grunde schon längst gefallen waren: der Aufsteiger stand de facto fest, das Team der SSG Vogel Östringen müsste sich schon selbst komplett aus dem Rennen nehmen, und zwar von Anfang an, damit wenigstens irgendwer noch eine Chance haben würde, an ihnen vorbeizukommen. Ebenso steckte Ohrnberg schon tief im Abstiegssumpf fest, auch hier würde, Heimvorteil hin oder her, nicht mehr viel passieren. Gelegenheit also, einiges auszuprobieren, dazu noch jede Menge Spaß zu haben und sich mit den anderen Teams zu amüsieren.

 

Trotz des „Wahrscheinlichabsteigernachteils“ hatte sich das Team der Bogenabteilung vom TV Ohrnberg mächtig ins Zeug gelegt, um wenigstens noch mit einem schönen Heimwettkampf zu glänzen. Dieses gelang dem Ausrichter auch sehr gut: schöne Sporthalle, ausreichend Platz, na ja, bei der Kälte eingefrorene Blenden, so daß die Lichtverhältnisse für Linksschützen nicht ganz einfach waren. Aber das gilt ja für alle Teams in gleicher Weise.

Mit der nötigen Lockerheit der „irgendwo im Niemandsland Situation wollten im ersten Match des Tages für den SVL Niels Huber, Heiko Plagwitz und Christian Wild gegen die SG Ditzingen punkten, die ja Anfang Januar im letzten Match des Tages die Punkte aus Konstanz mit einer famosen Leistung entführt hatte. Allerdings lief es dieses Mal im Grunde vergleichbar: das Ditzinger Team zeigte – im Saisonverlauf leider zu spät – daß die Plazierung in der unteren Tabellenhälfte nicht wirklich der vorhandenen Leistungsstärke entspricht. Und so gingen auch dieses Mal durch ein 216:223 die zwei Siegpunkte an den Gegner.

Eine Auswechselung an Position eins brachte für das Match gegen die SG Freiburg 2 den Pausenmeister Adrian Massler für Niels ins Spiel. Aber auch dieses Mal wollte nicht die nötige Ruhe einkehren. Zwar konnte sich das Team auf 222 Ringe steigern, von Freiburg kamen aber just in diesem Moment 229 Ringe. Da war kein Herankommen, und so gingen auch diese Punkte weg.

Ruhe hineinbringen, das war zur Hauptaufgabe geworden. Was nun ? Wieder wechseln ? Wenn ja, wie ? Positionstausch ? Rotation ändern ? Fragen über Fragen. Am Ende entschieden sich alle gemeinsam: wir probieren es jetzt noch einmal so, schauen, was passiert, dann wird man sehen. Und endlich: gegen den Gastgeber lief es dann zwar nicht leicht und locker, aber das 216:180 brachte Punkte und ein Durchpusten. Insgesamt war es aber überall hin und her gegangen, nur eine Tradition hielt: die SSG Vogel Östringen holte mit 220, 225 und 224 Ringen drei Siege, um anschließend mit 230 Zählern einen weiteren Punktgewinn im vierten Match einzufahren.

Nur gut, daß da auch dem SVL gegen die SG 1744 Mannheim ein weiterer doppelter Punktgewinn gelang, denn schließlich würde man sich nach der Pause im zweiten Match mit den Östringern auseinandersetzen müssen. Trotz eines sicheren Aufstiegs würde es dort keine Zugeständnisse geben, das war ja klar. Also gab es eine ruhige Pause, keine großen Änderungen in der Tabelle – hier einmal ein Punkt mehr, dort einer weniger, im Grunde hatten sich alle wenig getan.

Nach der Kaffeepause sollte es dann im Kampf gegen den bisherigen Tabellenzweiten erstmalig um ganz wichtige Punkte für einen Treppchenplatz gehen. Der 1. BSC Karlsruhe hatte bisher nur im ersten Spiel des Tages mit 224 Zählern wirklich überzeugen können, schaffte aber wie beim Tagesstart auch am Nachmittag schneller aus den Startlöchern zu kommen. Mit 220:215 gingen die Punkte nach Nordbaden. Damit war ein möglicher Kampf um Platz zwei in der Tabelle gelaufen. In den letzten zwei Matches würden also Punkte kommen müssen, damit wenigstens Platz drei eingefahren werden könnte. Also noch einmal wechseln, Christian räumte die Schlußposition, Steffi durfte dort entsprechend ran.

Gegen die SSG Vogel Östringen kamen die Litzelstetter zwar gut ins Match hinein und konnten über zwei Passen die Begegnung offen halten, aber am Ende setzte sich der Regionalliga-Sieger dann doch noch mit 221:218 durch, schade. Weil Addy schlichtweg die Puste ausging, gab es im letzten Saisonmatch dann auch noch einen weiteren Einsatz für Niels, der an Position eins eröffnen durfte. Dieses Mal lief es gegen die Saarländer vom SV Adlerauge Humes bei ihm um einiges besser, aber das Trio Niels, Heiko und Steffi brauchte in Passe drei einfach ein bisschen zu viel Zeit: der letzte Pfeil landete um Haaresbreite neben dem rettenden Sechser. Da half auch die genaue Begutachtung nichts mehr, die Punkte gingen am Ende an den Gegner.

Nichtsdestotrotz: kein Grund zur Klage, alle waren mit sich weitgehend im reinen – und froh, daß nun just über Fasnacht ein paar Tage Pause angesetzt sind. Rechtzeitig konnten auch alle Jecken, äh, Narren, ihren Heimatort erreichen, um sich dem Trubel der tollen Tage schon einmal hinzugeben.

 

 

Sonst noch was ?

 

Quotenfrau, die erste:

"Ey Mann, jetzt muß uns noch 'ne Frau zeigen, wie man die Motorhaube aufbekommt !?!" - Merke: Quotenfrauen haben manchmal doch ihren Sinn, der über die Quote hinausgehen kann Cool

 

Quotenfrau, die zweite:

"Oh, für die Quotenfrau ?" - "Na klar doch !" - Kommentar von der leitenden Kampfrichterin bei der zielstrebigen Auswahl bzgl. Übergabe der Urkunde im Rahmen der Siegerehrung ... .

 

Und die Abschlußtabelle der Regionalliga Südwest:

Die SG 1744 Mannheim hat Glück: mit der SG Pressath und dem BSC Mühldorf bekommt die Regionalliga Süd "doppelten Zuwachs", Mannheim hat damit den Klassenerhalt geschafft.

    Ringe Punkte
1. SSG Vogel Östringen 6226 47:09
2. 1. BSC Karlsruhe 6029 36:20
3. SV Adlerauge Humes 6014 34:22
4. SG Freiburg 2 6045 31:25
5. SV Litzelstetten 1 6044 28:28
6. SG Ditzingen 5997 26:30
7. SG 1744 Mannheim 5890 13:43
8. TV Ohrnberg 5743 09:47

 

   

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