In der Schützenklasse konnte sich in der Steißlinger Mindlestal Halle einmal mehr Christian Wild souverän durchsetzen. Mangelnde Konzentration im zweiten Durchgang – möglicherweise eine Auswirkung der schlaflosen Nacht zuvor, ein Feueralarm sorgte für eine Gebäudezwangsevakuierung bis in den frühen Morgen – kostete ein weitaus besseres Ergebnis. Mit 59 Treffern kam er auf 558 Ringe. Highlight war sicherlich der erste Durchgang, den er mit 290 Ringen beendete. Hier schlugen allein 24 Zehner zu Buche, für ihn als Einzelschützen mehr als auf den anderen Scheiben manche Gruppe zu vier Schützen in der ersten Hälfte gemeinsam erzielte. Mit einer unterdurchschnittlichen 268er Abschlußrunde blieben am Ende besagte 558 Ringe, die aber leicht und locker für den Titel reichten. Victor Weszelovsky vom BC Markdorf konnte sich mit 535 Ringen (269; 266) den zweiten Platz vor Jürgen Häge sichern, der nach zweiwöchiger Krankheitsphase ausgerechnet im Rahmen der Bezirksmeisterschaften ein direktes Comeback geben mußte. Er erzielte nichtsdestotrotz 527 Ringe (268; 259). Das etwas schwächere Ergebnis aus dem zweiten Durchgang weist darauf hin, daß für ihn sicher noch Luft nach oben besteht. Die weiteren SVL-Starter Stefan Windmüller und Tobias Hoffmann erreichten die Plätze 14 und 15. In der Besetzung Wild, Häge, Windmüller erreichte das Litzelstetter Schützentrio in der Mannschaftswertung mit 1488 Ringen den Titel knapp vor den Markdorfern Victor Weszelovsky, Andreas Twardon und Heiko Wingart, die auf 1484 Ringe kamen. Dritte wurde das Team vom BSC Konstanz in der Besetzung Karl-Heinz Weber, Oliver Ristow und Ole Björn Mußmann mit 1420 Ringen.

Ein „Doppelgold“ – allerdings mit Foto-Finish – gab es auch bei den Damen. Erstmalig Bezirksmeisterin in der Einzelwertung in der Halle wurde Stefanie Polej mit 533 Ringen, die in Analogie zu Christian Wild durch nur 59 Treffer ein etwas besseres Ergebnis leichtfertig verschenkte. Nach starkem ersten Durchgang mit 276 Ringen folgte eine schwache zweite Hälfte mit einem Ergebnis von 257. Allein durch die höhere Anzahl erzielter Zehner konnte sie Vereinskollegin Susanne Papendick auf Rang zwei verweisen, die ihrerseits nach schwächerem ersten Durchgang in der zweiten Runde dann doch noch in Fahrt kam und mit gleichfalls 533 Ringen (261; 272) Vizemeisterin wurde (20 zu 16 Zehner). Simona Weszelovsky tat es den beiden Bezirksmeistern bei Damen und Herren gleich und vergab ebenfalls einen Treffer und somit ein besseres Resultat als die erzielten 531 Ringe (260; 271). Bei den Landesmeisterschaften wird das Trio erneut aufeinandertreffen und natürlich versuchen, das aktuelle Ergebnis zu verbessern. Doris Lamparter sicherte sich mit 488 Ringen (250; 238) ihren „Abonnementsplatz“ im Bezirk, Rang vier. Zwei „Fahrkarten“ verhinderten das Übertreffen der 500er Marke, was ihr bei der Kreismeisterschaft vor ein paar Wochen erstmalig offiziell geglückt war. Sie wird in Freiburg im Januar sicher aus der zweiten Reihe einen Angriff auf das Führungstrio und den Rest der Konkurrenz im Landesverband starten, so viel ist sicher. Der Sprung aufs Treppchen ist auf jeden Fall nur eine Frage der Zeit. Die drei weiteren Starterinnen des SVL, Silke Müller, Kirsten Keller und Angelika Hitzeroth kamen auf die Ränge fünf bis sieben. „Sorgenkind“ – weil dauerverletzt/-krank – Silke Müller freut sich auf eine streßfreie zweite Saisonhälfte, in der sie sich erst einmal gründlich auskurieren will, um dann in Ruhe den Formaufbau für die Außensaison anzugehen. Letzteres dürften auch Kirsten und Angelika vorhaben, die mit ihren Resultaten weitgehend zufrieden waren. In der Mannschaftswertung erzielten sie achtbare 928 Ringe, landeten aber erwartungsgemäß deutlich hinter der ersten Mannschaft, die mit 1554 Ringen alle Herren- und Jugendteams deutlich hinter sich ließ, was ein Sonderlob bei der Siegerehrung zur Folge hatte J

Niels Huber konnte bei den A Schülern in diesem Jahr den Titel erringen und Gold mit nach Hause bringen. Er erreichte 500 Ringe (246; 254). Vor allem zu Beginn lief es bei ihm nicht nach Wunsch, aber mit dem nötigen Biß erreichte Niels dann doch die magische Grenze. Er verwies Marcel Pfaff vom TV Meßkirch auf Platz zwei (478 Ringe; 253; 225), dritter wurde Dominik Kunert von der SG Singen 04 mit 428 Ringen (212; 216).

Die Konkurrenz der B Schüler gewann Nico Hoffmann, der mit seinen 498 Ringen (243; 255) nur knapp an der 500er Grenze scheiterte, aber sein Ergebnis von der Kreismeisterschaft stark verbesserte – ein Plus von 80 Ringen brachte erneut Gold. Lukas Hönsch vom TV Meßkirch mit 477 Ringen (232; 245) wurde zweiter, Bronze ging an Michael Kiene (SV Weiler Höri) mit 434 Ringen (218; 216). SVL Konkurrent Adrian Schwahn mußte mit Gips an der Hand nach einem Bruch leider zu Hause bleiben und konnte nicht ins Geschehen eingreifen.

In der weiblichen Jugendklasse ging der Titel erwartungsgemäß an Lilian Häge, die mit 478 Ringen (240; 238) einigermaßen zufrieden war. Auf jeden Fall war der nötige Spaß im Wettkampf dabei, so daß auch in Bälde sicher auch wieder 500er Hallenergebnisse zur Regel werden. Christina Klank vom BC Markdorf wurde mit 419 Ringen (217; 202) zweite, als dritte plazierte sich Alice Massler, SV Weiler Höri, mit 338 Ringen (168; 170). Für die Einzelstarter in der männlichen Jugend war hingegen, wie zu erwarten, kein Blumentopf zu gewinnen. Mario Straub konnte das Ergebnis aus dem ersten Durchgang leider nicht halten und wurde am Ende mit 283 Ringen (158; 125) achter, Nico Schönwald mit 141 Ringen (89; 52) zehnter. In ihrem erst dritten Wettkampf konnten sie sich aber gemeinsam mit Lilian Häge in der gemischten Mannschaftswertung die Silbermedaille sichern. Mit 902 Ringen mußten sie sich Alice Massler, Adrian Trost und Tobias Hepfer (SV Weiler Höri) mit 927 Ringen geschlagen geben. Die Einzelwertung ging an Frank Nietsch vom BSC Konstanz mit 439 Ringen ( 220; 219) vor Kansei Hara vom SV Daisendorf, der durch seinen schwachen Start ein spannenderes Titelrennen vergab. Er erreichte mit 420 Ringen (198; 222) Silber. Bronze ging an Florian Hipper von der SG Singen 04 mit 356 Ringen (161; 195).

In der Seniorenklasse ging der Titel wieder einmal an Eberhard Mühlfriedel, der seine 504 Ringe (255; 249) im nächsten Wettkampf wieder steigern will, was ihm sicher auch gelingen dürfte. Werner Jöhle vom BSV Nordstern Radolfzell wurde mit 378 Ringen (160; 218) zweiter.

Der einzige Compound-Schütze des SV Litzelstetten, Lukas Lamparter, wurde Bezirksmeister bei den Schülern B. Mit seinen 490 Ringen (239; 251) ist er sicher nicht zufrieden, liegt dieses Ergebnis doch deutlich unter dem der Kreismeisterschaften – er kann halt deutlich mehr. Vor allem im ersten Durchgang paßte nicht viel zusammen. Wie die weitere Saison für ihn verlaufen wird, zeigt sich dann sicherlich im Januar, wenn er bei den Landesmeisterschaften erstmalig auf Konkurrenz trifft, eine Aussicht, die ihn natürlich entsprechend motivieren dürfte.

Bei den Blankschützen mußte sich Marcus Woschnik dem alten Fuchs Wilfried Sontheimer vom SSV Widerhold Singen geschlagen geben. Mit 263 Ringen (133; 130) erreichte Marcus Silber hinter dem erfahrenen Blankschützen, der sich mit 465 Ringen (234; 231) den Titel sicherte.

Unter dem Strich bleibt also eine ausgesprochen erfolgreiche Bezirksmeisterschaft, in der jeder Starter mit mindestens einer Medaille nach Hause fahren konnte. Chancen auf vordere Plätze bei den Landesmeisterschaften können sich einige Starterinnen und Starter des SVL sicher ausrechnen, die Limitzahlen werden zeigen, wer alles im Januar 2008 nach Freiburg reisen darf.

 

   

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