Zu einem Fiasko für die Starter des SV Litzelstetten entwickelten sich die am 7. und 8. Juli in Wyhl ausgetragenen Landesmeisterschaften FITA in Wyhl am Kaiserstuhl. Bei guten Rahmenbedingungen sprang am Ende nur der Titel für die Damenmannschaft – der ohnehin bereits zuvor festgestanden hatte – heraus. Die Favoritin auf den Titel in der Klasse der Schülerinnen A, Lilian Häge, erreichte nur den zweiten Platz, Christian Wild enttäuschte mit nur 570 Ringen als vierter bei den Herren...


In den Wettbewerben der verschiedenen Jugendklassen waren in diesem Jahr mit Lilian Häge, Melina Herr und Niels Huber nur drei Teilnehmer bei den Recurveschützen (Schüler A) dabei, komplettiert wurde das SVL Quartett durch Lukas Lamparter in der Klasse Schüler B Compound. Die sieggewohnte Lilian Häge fand zu keiner Zeit zu ihrem vormals so überzeugenden Schießstil und musste am Ende des Wettbewerbs mit 595 Ringen (297; 298) der Ortenbergerin Patricia Suhm den Vortritt lassen: Sie erreichte 605 Ringe (293; 312). Dritte wurde mit 593 Ringen (293; 300) Kim Linz von der SG Freiburg. Melina Herr konnte mit ihrem ersten Start bei den Landesmeisterschaften zufrieden sein. Sie schaffte erstmalig den Spung über die 400 Ringe Marke, erzielte bei ihrem Saisonhöhepunkt mit 431 Ringen (216; 215) die persönliche Bestleistung und wurde am Ende fünfte. Niels Huber konnte sich leider im zweiten Durchgang nicht mehr steigern und landete am Ende mit 360 Ringen (186; 174) auf Rang 21. Den Titel holte Tobias Thanheiser vom BC Villingen-Schwenningen mit 619 Ringen (299; 317), Silber ging an Samuel Hayer, gleichfalls BC Villingen-Schwenningen, für seine 580 Ringe (299; 281). Bronze holte sich Benedikt God (BSC Emmendingen) mit 576 Ringen (284; 292). Die gemischte Mannschaft konnte, wie zuvor zu erwarten war, nicht mit den Top-Teams mithalten und wurde schließlich vierte. Es siegte der BC Villingen-Schwenningen (Thanheiser, Hayer, Behnke) mit 1698 Ringen vor der SG Freiburg (Linz, Langer, Gramer), 1646 Ringe. Der dritte Platz ging an den TV Meßkirch (Brucker, Pfaff, Walz) mit 1524 Ringen. Im Training gilt es nun, den Turnierverlauf zu analysieren und entsprechend zu handeln, um letztlich zum alten Leistungsvermögen zurückzugelangen.

Bei den Compound-Schützen erreichte Lukas Lamparter bei den Schülern B in der gemischten Wertung den dritten Platz und holte mit 647 Ringen (318; 329) Bronze. Riesen Freude bei der einzigen weiblichen Teilnehmerin, Sarah Aline Trumpp, die mit 686 Ringen (336; 350) ihre männliche Konkurrenz düpierte und auf die folgenden Ränge verwies. Silber holte hier Dominik Becker (SSV Oberachern) mit 683 Ringen (339; 344).

Viel gewollt und am Ende so recht doch nichts erreicht, so könnte man letztlich die Ambitionen der Damen für ihren Wettkampf am Sonntag zusammenfassen. Zwar unterbrach ein kräftiger Regenguß in der zweiten Hälfte den Wettkampffluß aller Starterinnen und Starter, aber für die nicht zufrieden stellenden Leistungen kann dies sicher nicht geltend gemacht werden. Noch am besten zurecht kam Susanne Papendick, die mit zwei Mal 271 Ringen und einem Endergebnis von 542 Ringen letztlich fünfte wurde, hiermit aber natürlich überhaupt nicht zufrieden war. Maßlos enttäuscht und völlig ratlos war auch die zweite Mannschaftsstarterin, Stefanie Polej, die nach sehr gutem Start völlig den Faden verlor und zu keiner Zeit in den Wettkampf zurück fand. Am Ende blieb mit 515 Ringen (266; 249) Rang acht und ein Saisonverlauf wie er nun wirklich nicht sein sollte: Von Wettkampf zu Wettkampf blieben Ringe „auf der Strecke“, so dass das Endergebnis letztlich eine logische Fortsetzung der bisherigen Resultate darstellt. Doro Lamparter als dritte im Team-Verbund war mit ihrer Leistung auch nicht glücklich. Sie erreichte 369 Ringe und damit am Ende Platz 14. Gisela Schüßler, die bei der Bezirksmeisterschaft in Daisendorf steil aufsteigende Form bewiesen hatte, kam ebenfalls mit den an sich guten Bedingungen nicht zurecht und wurde 16. Zufrieden mit ihrem Tagwerk war einzig Silke Müller, die nach dreiwöchiger Krankheitsphase erst am Mittwoch wieder in das Training einsteigen konnte. Trotz fehlender Vorbereitung scheiterte sie nur knapp an den 400 Ringen und wurde schließlich Zwölfte. Den Titel sicherte sich Kathrin Haas (SG Villingen) mit 565 (294; 271) Ringen. Tanja Spiesecke von der SGem Bad Dürrheim startete in der Regenphase eine fulminante Aufholjagd und erreichte in der zweiten Hälfte hervorragende 291 Ringe. Dies reichte am Ende aber nicht mehr, um Haas abzufangen. Es blieb Silber mit einem Gesamtergebnis von 561 Ringen (270; 291). Dritte wurde Isolde Harter von der Ortenberger SG, die bei den Hallenmeisterschaften im Januar unglücklich an einer Medaille vorbeigeschrammt war. In Wyhl konnte sie mit 546 Ringen (273; 273) auf das Treppchen springen und Bronze holen. Mit 1426 Ringen blieb die Damenmannschaft deutlich unter ihren Möglichkeiten und verpasste den angepeilten neuen Rekord am Ende deutlich. Die Qualifikation zu den deutschen Meisterschaften Anfang September in Olching dürfte damit wohl hinfällig geworden sein. Einzig Susanne Papendick könnte in der Einzelwertung die Norm schaffen und eventuell in der Damenklasse den SVL vertreten.

Bei den Herren konnte Christian Wild nicht einmal ansatzweise seine gewohnte Leistung zeigen. Mit nur 570 Ringen kam er am Ende nicht einmal auf das Podest. Auch ein Trostpflaster wird es wohl kaum geben: die Limitzahlen für eine Qualifikation zur deutschen Meisterschaft liegen in der Regel deutlich über dem erreichten Ergebnis. Seinen Titel erfolgreich verteidigen konnte der Landesmeister in der Schützenklasse, Andreas Lienhard (BS Berghaupten), der bei den Herren als einziger die 600er Marke übersprang (609: 309;300). Alexander Rammelt (SV Albbruck) wurde mit 582 (288;294) Ringen zweiter, eine Bronzemedaille nahm Arno Suhm von der Ortenberger SG mit nach Hause (576: 296;280). Es gab bei den Herren aber auch ein zufriedenes Gesicht: Stefan Windmüller konnte erneut seine Bestleistung signifikant steigern und kam mit 496 Ringen (254; 242) auf Platz 14, ein ganz hervorragendes Ergebnis für einen Quasi-Anfänger mit nur einem Jahr Schießerfahrung. Sein ganz großes Ziel, M-frei zu bleiben, verpasste er kurz vor Schluß. So blieb er dann leider unter der magischen 500er Marke – die aber zuvor nicht einmal ansatzweise das Ziel gewesen war. Man darf gespannt sein, wie er in der Hallensaison auf die andere Distanz zurecht kommt. Jürgen Häge war mit seinem Endergebnis von 422 (230; 192)Ringen nicht ganz so glücklich, er hätte gerne mehr erreicht. Für ihn blieb der 21. Rang. Die Herrenmannschaft wurde mit diesen Resultaten hinter der Ortenberger SG (Suhm, Schlißke, Toth, 1499) Vizemeister mit 1488 Ringen vor dem TV Meßkirch (Brucker, Rieger, Kempf, 1444).

In der Seniorenklasse konnte Eberhard Mühlfriedel leider seine erstklassige Leistung von den Bezirksmeisterschaften nicht wiederholen. Mit 478 (247; 231) Ringen blieb am Ende der fünfte Rang. Titelträger wurde hier Karl Geppert (BSC Lahr, 558: 296;262) vor Helmut Fichtner (SG Freiburg, 524: 272; 252) und Herbert Messmer (SG Freiburg, 514: 259; 255).

Fazit: (mehr oder weniger) viel trainiert, Material entsprechend abgestimmt und am Ende zumeist doch im geschlagenen Feld gelandet. Es wird sich (möglicherweise) im Saisonaufbau noch einiges ändern müssen, damit die Ergebnisse deutlich „landesmeisterschaftswürdiger“ werden. Unter dem Strich sind es schließlich nicht die guten Resultate aus Vereins-, Kreis- oder Bezirksmeisterschaften, die angestrebt worden sind … .

   

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