Über zahlreiche Medaillen durften sich die Schützen des SVL bei den Kreismeisterschaften in Steißlingen freuen. Insgesamt gab es neun Mal Gold, sechs Mal Silber und ein Mal Bronze – eine ausgezeichnete Bilanz für den Einstieg in die Hallenserie 2007/2008. Die absolute Mehrheit der SVL Starter war mit den erzielten Ergebnissen außerordentlich zufrieden. Christian Wild erreichte mit 559 Ringen die Tagesbestmarke bei den Recurve Schützen und findet damit in die Erfolgsspur zurück...

Riesenjubel auch bei den Damen: Doro Lamparter schaffte erstmalig in einem Wettkampf den Sprung über die magische 500er Marke und erreichte mit 509 Ringen (261; 248) den Bronzerang. „Wenn ich nun auch noch einmal mein Ergebnis aus der ersten Hälfte im zweiten Durchgang in etwa halten kann, dann wird es für die anderen wirklich eng, dann bin ich dran !“ strahlte die Drittplazierte. Das Titelrennen war auch in diesem Jahr eine Sache zwischen Stefanie Polej und Susanne Papendick. Diesmal zog die Vereinsmeisterin und zweite des Meßkircher Hallenturniers der vergangenen Woche den kürzeren: sie mußte im zweiten Teil des Wettkampfs Federn lassen, nachdem sie bei Halbzeit recht deutlich in Front gelegen hatte: Es blieben unter dem Strich 525 Ringe (276; 249). So ging der Titel an Stefanie Polej, die sich am Ende mit einer neuen persönlichen Bestleistung von 537 Ringen (267; 270) durchsetzte.

Die Damen waren sich einig: die Meisterschaften im Schützenkreis Konstanz sind mittelerweile ausgesprochen stark besetzt, und die Ergebnisse können sich wirklich sehen lassen. Man darf gespannt sein, ob sich das Trio, das in der Team-Wertung mit 1571 Ringen ein hervorragendes Gesamtergebnis erzielte, im Saisonverlauf vielleicht noch steigern kann. Mit Silke Müller, Kirsten Keller und Angelika Hitzeroth wurde die „zweite Vereinsmeisterschaft“ der Damen komplettiert. Aller drei konnten noch nicht wirklich an die Trainingsleistungen anknüpfen, wollen sich aber in den nächsten Wochen noch deutlich verbessern. Silke Müller wurde mit 342 Ringen (197; 145) vierte vor Kirsten Keller, die 304 Ringe (150; 154) erzielte. Sechste wurde Angelika Hitzeroth, die mit den ungewohnten Bedingungen und ihrer Nervosität gar nicht zurecht kam. Dennoch konnte sie zufrieden feststellen: „Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, und man lernt in solchen Wettkämpfen unheimlich viel dazu.“ Außerdem blieb in der Mannschaftswertung der zweite Platz für das Trio Müller, Keller und Hitzeroth (784 Ringe), ein versöhnlicher Abschluß für die drei.

Bei den Herren gab es ein freudiges Hallo, denn erstmalig griffen die Schützen der neu gegründeten Bogenabteilung des BSV Nordstern Radolfzell in das Turniergeschehen ein. Mit den Andreas und Norbert Thörnig standen hier zwei ehemalige Litzelstetter an der Schießlinie. Aber bei aller Wiedersehensfreude: Geschenke wurden nicht verteilt. Christian Wild rückte die Verhältnisse in der Schützenklasse – nicht nur im vereinsinternen Duell mit „Hägar“, Jürgen Häge – wieder zurecht. Mit „nur“ 59 Treffern kamen immer noch 559 Ringe (272; 267) zustande: Tageshöchstwert bei den Recurve Schützen und sicherlich im Saisonverlauf noch ausbaufähig. Erneut eine persöliche Bestmarke setzte der neue Vizemeister bei den Herren: Jürgen Häge freute sich riesig über 528 Ringe (263; 265). Ihm hat sicherlich die gewonnene Vereinsmeisterschaft Anfang des Monats mächtig Auftrieb gegeben. Den dritten Platz auf dem Treppchen sicherte sich mit 490 Ringen (222; 268) Karl-Heinz Weber vom BSC Konstanz.

Die erste Herrenmannschaft des SVL wurde komplettiert durch Matthäus Kloc, der am Ende siebter wurde (414 Ringe; 202; 212). Die Mannschaft holte den Titel mit 1501 Ringen. Die zweite Herrenmannschaft wurde angeführt von Stefan Windmüller, der sich ein bißchen darüber ärgerte, daß er den zweiten Durchgang nicht so gut gestalten konnte wie die erste Hälfte. Das wird ihm sicher im Saisonverlauf noch gelingen. So blieb heute der sechste Rang mit 433 Ringen (237; 196). Stefan Leitermann als elfter und Tobias Hoffmann als zwölfter komplettierten das Trio, das unter dem Strich auf 1032 Ringe kam. Torsten Keppler hatte mit den Rahmenbedingungen die gleichen Schwierigkeiten wie Freundin Angelika. Aber auch er stellte fest: „Es war schon ein echt lustiger Tag hier in der Halle. Jetzt wird entsprechend trainiert und natürlich weiter viel dazugelernt.“ Wie es geht, das machen aktuell die „Fortgeschrittenen“, Jürgen Häge und Stefan Windmüller, vor, die selbst erst vor zwei bzw. einem Jahr das Schießen erlernt haben. Und mit Matthäus Kloc ist ja quasi noch ein „echter Anfänger“ dieses Jahres am Start ... .

Auch in den verschiedenen Klassen der Jugend konnten die Starter des SVL ihre Auftritte ausgesprochen erfolgreich gestalten. Niels Huber gewann mit 483 Ringen (243; 240) die Konkurrenz der Schüler A vor Jonathan Dürr (BSC Konstanz, 423 Ringe; 224; 199) und Dominik Kunert (SG Singen 04, 421 Ringe; 193; 228) und freute sich über die Goldmedaille. Melina Herr konnte bei den Mädchen nicht ganz an ihre Leistungen von der Vereinsmeisterschaft anknüpfen. Ihr blieb am Ende hinter Marlene Borgmann vom SV Weiler Höri (404 Ringe; 218; 186) mit 331 Ringen (174; 157) die Silbermedaille. Dritte wurde Linda Hesse (SG Singen 04).

Besonders über seinen Titel bei den Schülern B freute sich Nico Hoffmann, der beinahe diese Meisterschaften hätte absagen müssen: ein schwerer Sturz mit dem Fahrrad vor gerade einmal eineinhalb Wochen warf ihn fast völlig aus der Bahn. Mit viel Kampfgeist biß er sich aber geradezu wie ein Terrier im Wettkampf fest und erreichte am Ende 418 Ringe (207; 211) und landete vor seinem Vereinskameraden Adrian Schwahn, der 413 Ringe (201; 212) erzielte. Dritter wurde Michael Kiene (SV Weiler Höri) mit 410 Ringen (212; 198). Bei den Compound Schützen hat sich Lukas Lamparter schon ein bißchen daran gewöhnt, daß er bei den ersten Saisonauftritten den Wettkampf gegen sich selbst gestalten muß. Er kam auf sehr gute 526 Ringe (259; 267) – muß aber aufpassen, daß er in einer vielleicht nicht mehr zu fernen Zukunft im familieninternen Duell gegen „die Recurver“ nicht möglicherweise einmal das Nachsehen hat ... . Allerdings ist er ja stets in der Lage, noch ein paar Ringe zuzulegen, wenn es darauf ankommt – eben eine gute Saisoneinteilung !

In der Jugendklasse waren mit Mario Straub und Nico Schönwald zwei Neulinge bei den Jungen dabei. Durch ein Verletzungshandicap konnte Mario nicht wirklich an seine Trainingsleistungen anknüpfen, kämpfte sich aber durch das Turnier und wurde am Ende vierter. Nico Schönwald wird sich noch deutlich steigern müssen, um mit seinem Vereinskameraden mithalten zu können. Er landete am Ende auf dem achten Platz. Lilian Häge feierte in diesem Jahr ihre Premiere in der Jugendklasse. Sie war mit dem Endergebnis von 495 Ringen (233; 262) nach etwas schwerfälligem Start zufrieden: „Endlich hat einmal das Schießgefühl wieder gepaßt, so macht es dann Spaß.“ – im „Dauerwachstum“ sollte sie jedoch nicht zu viel von der Koordination der sich ständig ändernden Hebelverhältnisse erwarten. Daß allerdings der Spaß aus dem zweiten Durchgang Flügel wachsen lassen kann, wurde doch recht deutlich. Sie verwies wie schon in den letzten Jahren in der Klasse der A Schülerinnen Alice Massler (SV Weiler Höri) auf den zweiten Platz.

In der Altersklasse wollte Martin Stäbler unbedingt an sein letztes Trainingsergebnis anknüpfen und vielleicht sogar eine neue persönliche Bestmarke erreichen. Leider kam er ausgesprochen schwerfällig aus den Startlöchern.In einem fast völlig verschlafenen ersten Durchgang platzte dann aber doch noch der Knoten. Am Ende blieben 433 Ringe (200; 233) und der vierte Platz. Gegen das Trio vom SSV Widerhold Singen war einfach kein Kraut gewachsten. Siegfried Muzenhardt holte den Titel (533 Ringe, 269; 264) vor Siegfried Müller (510 Ringe, 262; 248) und Karl Köhler (498 Ringe, 256; 242), die natürlich mit 1541 Ringen souverän die Mannschaftswertung für sich entschieden.

Den Schlußpunkt im Medaillenreigen bei den Recurve Schützen setzte Eberhard Mühlfriedel, der mit stark verbesserter Technik hervorragende 511 Ringe (264; 247) erzielte. Auch für ihn gilt, daß er sich in der „zweiten Halbzeit“ noch Konstanz erarbeiten möchte – und dann muß Lukas aufpassen, daß er nicht eines Tages vielleicht gegen Doro oder Eberhard das Nachsehen hat J

In der Halle wird jedoch nicht nur „High Tech“ Bogensport geboten, auch die Blankschützen fordern mittelerweile ihre Rechte ein – und treten neuerdings in größeren Rudeln auf. Das vereinsinterne Duell unter den Instinktschützen gewann Marcus Woschnik dank seines starken ersten Durchgangs mit 233 Ringen (134; 99) und landet damit auf Rang zwei hinter Wilfried Sontheimer (358 Ringe) vom SSV Widerhold Singen. Sigmar Papendick wollte unbedingt mit seinem neuen Schmuckstück, einem Langbogen aus Bambus antreten. Er wurde von Marcus knapp geschlagen und kam auf 232 Ringe (119;113) und damit auf Platz drei. Neuling Frank Ebner erzielte 162 Ringe (76; 86, Rang 4) und kam so vor „Quereinsteiger“ Manfred Moser mit 142 Ringen (68; 74, Rang 5) ins Ziel. Leider war eine Mannschaftswertung hier nicht vorgesehen, aber das könnte und sollte sich angesichts steigender Beliebtheit dieser Disziplin sicher ändern.

Hier der Bericht im Südkurier .

Die Gesamtergebnisliste gibt es hier)
(Achtung: Fälschlicherweise wurden die Ergebnisse der beiden Kreise im Bezirk zusammen aufgeführt - die Rangplatzierungen stimmen also nicht immer!)

   

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