Finale verpaßt trotzdem „superzufrieden“, so die Rückmeldung von Christian Wild nach den Deutschen Hallenmeisterschaften in Nordhausen. 558 Ringe, nicht wirklich viel, da ja die Saisonbestleistung aus dem Dezember bei 573 Zählern steht. Und trotzdem gab es auch noch anerkennende Worte von Sebastian Rohrberg, Hallenweltmeister 2007 und Feldbogenweltmeister 2008, für die gezeigte Leistung. Beide hatten auf der gleichen Bahn unmittelbar nebeneinander anzutreten.

 

Grund: Der Wettkampf für Christian lief Spitze, aber ... . „Ich hatte halt drei nicht ganz so gute Pfeile ...“, so die Auskunft nach dem Turnier per Telefon. Eigentlich konnte er extrem zufrieden damit sein, daß er nur einen Achter erzielt hatte. „Aber dann habe ich halt zwei Mal neben die Scheibe geschossen“, so der SVL-Top-Schütze. Ausreden gab es keine, die würde Christian auch selbst gar nicht gelten lassen. „Die Erklärung ist ja eigentlich ganz einfach. Ihr habt ja mitbekommen, daß ich in dieser Saison noch ein wenig umgestellt habe. Na ja, das hat super funktioniert, nur bei den drei Pfeilen halt nicht. Den Achter habe ich irgendwie noch reingekriegt, die zwei „M“s, das war’s dann“, sprach’s und wirkte trotzdem sehr zufrieden. Mit dem ehemaligen Hallenweltmeister immer auf Augenhöhe, sich gegenseitig pushen, das war so ganz ein Wettkampf nach Christians Geschmack. Schade, daß am Ende dann die 558 stehen blieben, 38 Zehner und 18 Neuner, gegen die 48 Zehner und 11 Neuner des Vorkampfsiegers und späteren Vizemeisters Rohrberg (Endergebnis 588 Ringe, im Finale mit 116:118 gegen Florian Floto unterlegen) kann sich das durchaus sehen lassen. Zwar ist die „Überschlagsrechnung“ mit zumindest zwei weiteren Neunern zum Gesamtergebnis müßig, im Grunde überflüssig und auch nicht wirklich rechtens – aber sie zeigt, daß Christian „dranbleiben“ kann an der deutschen Spitze. Und: er ist eben doch in der Halle richtig stark, was vor wenigen Jahren von einigen Leuten ja doch regelmäßig bezweifelt wurde.

„Wichtigstes Saisonziel war von Anfang an der Aufstieg in die zweite Bundesliga“, so war es schon nach der Qualifikation für die Titelkämpfe in Nordhause klar. Rang 27 am Ende der Deutschen Meisterschaften, ein Platz im vorderen Mittelfeld, das Finale nur um vier Ringe verpaßt, insgesamt wohl ein versöhnlicher Saisonabschluß. Vorfreude gibt es nun natürlich auf die Außensaison: „Dieses Mal bin ich ja noch drei Male in die „alte“ Technik verfallen, das sitzt noch nicht so ganz im Ablauf.“ So hatte Christian den Wettkampf am Ende zusammengefaßt. Sprach’s und schmunzelte wahrscheinlich klammheimlich am anderen Ende der Leitung. Denn dieser unvollendete Satz läßt sich ja doch irgendwie weiterdenken, wenn man das denn will ... .

Ein bißchen traurig sein dürfte Eberhard Mühlfriedel, der sich in dieser Hallensaison nach starkem Auftritt vor allem bei der Bezirksmeisterschaft erstmalig für eine DM qualifiziert hatte. Eine Verletzung nur eine Woche vor dem Turnier warf ihn aus dem Rennen, in dem er bei Bestform auch eine Chance auf einen Treppchenplatz gehabt haben könnte. Ziemlich enttäuscht müssen auch die Litzelstetter Damen sein, die um einen bzw. zwei Ringe die Titelkämpfe verpaßt hatten. Zwar waren am Ende 44 Damen für Nordhausen qualifiziert gewesen – am Ende wurden aber nur 28 Schützinnen in der Ergebnisliste aufgeführt. Gerne wäre man hier dabei gewesen. Nun müssen alle auf die Sommersaison warten, um dann in Wyhl erneut ihr bestes zu geben und sich für Tacherting zu qualifizieren.

   

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