Geschafft. Die Pflichtveranstaltungen für das Kalenderjahr 2011 sind absolviert, und mit der Bezirksmeisterschaft in der Steißlinger Halle geht es nun für die große Mehrheit der Teilnehmer in die wohlverdiente Weihnachtspause, Medaillen inklusive. Zeit genug also, für den Litzelstetter Großeinsatz Anfang Januar Kraft zu tanken. Und wem das alles zu wenig ist, der kann vorher noch einen Ausflug nach Berlin unternehmen, um dort mit internationaler Konkurrenz etwas für die Wettkampfform zu tun und natürlich Spaß zu haben.

An das Ende des Dezember-Marathon-Wochenendes hatte der Wettkampfkalender wie üblich die Hallenbezirksmeisterschaften in Steißlingen gesetzt. Auch in dieser Saison gab es für die SVL-Starter viele Medaillen abzuräumen. Edelmetall macht halt süchtig nach Mehr.

In der Schützenklasse konnte Heiko Plagwitz nach der gewonnenen Kreismeisterschaft auch den Titel eines Bezirksmeisters holen. Mit 552 Ringen konnte ihm keiner das Wasser reichen. Zwar machte sich im zweiten Durchgang am Ende dann doch die aktuell etwas schwierige Trainingssituation für ihn bemerkbar, aber niemand konnte diese günstige Gelegenheit nutzen. So reichten am Ende eine 280er und eine 272er Runde für Platz eins. Überhaupt nicht in den Wettkampftag fand Teamkollege Christian Wild. Mühsam hatte er sich bei Halbzeit 270 Zähler zusammengeklaubt, aber leider konnte er danach nicht wie bei den Kreismeisterschaften die nötige Schippe drauflegen. 269 Ringe in Durchgang zwei, das reichte in diesem Jahr am Ende nur für Platz vier, denn Adrian Massler (SV Weiler Höri) mit 543 (268, 275) und Alexander Kupper (TV Meßkirch) mit 542 Zählern (268, 274) waren hier etwas besser. Da nutzten auch Christians Zehner nichts. Direkt dahinter landete Stefan Windmüller mit 532 Ringen (269, 263), der seine Bestleistung wieder um zwei Pünktchen steigern konnte. Seine Erkenntnis: wenn ich dieses beibehalte, kann ich noch viele Jahre mitschießen und mich immer ein wenig verbessern – und damit zufriedener als im Vorjahr heimfahren. Christoph Gutmann erreichte als vierte Litzelstetter Starter mit 435 Ringen (205, 235) ein mehr als zufriedenstellendes Ergebnis und wurde am Ende Neunter. Die Mannschaft verteidigte ihren Titel vor dem TV Meßkirch.

In der Damenklasse ging es Stefanie Polej ähnlich wie ihrem Liga-Mannschaftskollegen Christian Wild. Die Ringe wurden nur mühsam zusammengekratzt, und mit viel „schwarz“ blieb das Ergebnis dann auch recht unterdurchschnittlich. „Auf meiner Arbeitsliste ist Bogen aktuell die Nummer 87, leider bin ich gerade erst bei Nummer 17 – insofern sind die 470 Ringe keine echte Überraschung“, so die zweite des Wettkampfs. Den Vortritt musste sie Bernhardine Kraus vom TV Meßkirch lassen, die sich über 517 Ringe (269, 248) zu recht riesig freute. Nach reichlich Frustrationsauslotung in den letzten Jahren konnte sie nun endlich einmal den Lohn für ihre Mühe ernten. Platz eins war das verdiente Ergebnis. Dritte wurde Heidrun Stohldreier (BSC Konstanz) mit 414 Ringen. SVL-Nicht-mehr-ganz-so-Neuling Antje Schütte wurde mit 313 Zählern vierte.

Bei den Schülern A hatte sich Jannik Kirmaier vorgenommen, einmal die 200er Marke im Wettkampf in einer Halbzeit zu knacken. Im ersten Durchgang schrammte er denkbar knapp daran vorbei: 198 Zähler. Ein zweiter Anlauf musste also her. Und am Ende konnte er dann jubeln, eine Punktlandung glückte. 200 Ringe in der zweiten Hälfte, es geht doch ! So freute sich Jannik am Ende sehr über eine gute Gesamtleistung und Platz vier in der Ergebnisliste.

In der Jugendklasse konnten Justin Schuldes, Christopher Borho und Felix Aschpurwis Rang drei aus der Kreismeisterschaft in die Bezirksmeisterschaft mit hinübernehmen. Hinter dem SV Weiler Höri mit Tamara Abele, Lara Krüger und Philipp Sturm sowie der SG Singen 04 mit Patrick Götz, Frauke Knappmann und Dominik Kunert wurde erneut Bronze geholt. In der Einzelwertung gab es für Justin einen ordentlichen fünften Rang (461), Christopher wurde mit 434 Zählern siebter und konnte vor allem im ersten Durchgang mit 227 Ringen für einen persönlichen Achtungserfolg sorgen. Felix schaffte im Vergleich zu den Kreismeisterschaften keine Steigerung, schlug sich aber wacker und schaffte Platz zwölf unmittelbar vor Tom Henke auf Rang 13.

Auch in der Juniorenklasse gab es Edelmetall zu feiern. Mario Straub hatte am Ende am meisten Grund dazu. Ihm gelang wie Heiko Plagwitz bei „den Großen“ eine Wiederholung des Kreismeisterschaftserfolgs. Mit 522 Ringen (253, 269) holte er sich Platz eins vor Niels Huber, der mehr als einmal mit sich selber haderte und mit 513 Ringen (252, 261) Platz zwei holte. Pechvogel des Tages war Frank Nietsch. Den Vortags-Ligaeinsatz hatte er mit dem zwischenzeitlichen Verlust seiner Brille zu bezahlen. Der Ersatz war hier nicht wirklich gleichwertig. Mit reichlich Betreuerunterstützung gelangen ihm am Ende 294 Ringe, wofür es Bronze gab, und nebenbei noch viele Erkenntnisse zum Thema „sich durchbeißen“. Wichtig war‘s auch für die Teamwertung, denn die ging damit auch an den SVL.

Am Vortag hatten sich die Ligaschützen schon mehr als einmal gefragt, wie lange die Kräfte von Altersklasse-Starter Matthias Heisler eigentlich reichen würden. Schließlich hatte er fast den kompletten Doppelwettkampf in Villingen bestritten, und normalerweise hatten alle damit gerechnet, daß irgendwann die Auswechselung fällig wäre. Allein, sie kam nie. Und so war im Grunde der Folgetag als Regenerationstag zu denken, fast so wie bei Kollege Stefan Windmüller, der ja sein „Liga-fast-Dauereinsatz“ Schicksal hatte teilen dürfen. Doch die Kräfte reichten. Zwar nicht für eine neue Bestleistung oder weitere Überflüge, aber die 529 Ringe (271, 258) reichten am Ende nach wie vor locker für Platz eins in der Altersklasse. Liga-Kollege Jürgen Häge kam auf 521 Ringe (261,260) und ihm damit doch recht nahe, aber ihm reichten die Zehner am Schluß nicht, um Platz zwei zu holen. Denn bei gleicher Ringzahl schob sich hier Volkmar Lühken (BS Bodensee) mit 18:16 Zehnern vor ihn auf den Silberrang. Mit 512 Ringen konnte Peter Nietsch seine Leistung endlich wieder in einen zufriedenstellenden Bereich stabilisieren. Damit plazierte er sich recht ordentlich im Feld hinter dem Treppchen. Auch auf ein gutes Resultat kam Stefan Leitermann, der mit seinen 459 Ringen mehr als zufrieden sein dürfte. Da allerdings die Altersklasse der Herren in den letzten Jahren in jeglicher Hinsicht deutlich verstärkt wurde, reichte das am Ende „nur“ (wieso eigentlich „nur“ ?) für einen Platz im hinteren Mittelfeld.

Bei den Damen der Altersklasse konnte Doris Mühlfriedel endlich auch in einer regulären Meisterschaft einen guten ersten Durchgang sicher nach Hause bringen. Mit 515 Ringen (264, 251) holte sie klar den Titel vor ihrer Mannschaftskollegin Christine Straub, die mit 458 Zählern sicher Platz zwei mitnahm. Hinter Marika Gnädinger von der SG Singen 04 kam Beate Heisler auf Rang vier. Angeführt von Doro holten die Damen dann einmal mehr die Bezirksmeisterschaft in der Teamwertung nach Litzelstetten. Bei den Landesmeisterschaften müssen die drei allerdings ein gehöriges Pfund zulegen, um der neu formierten Truppe der BSG Riegel um Jessica Höfler Paroli bieten zu können. Luft nach oben hat man sich ja genügend gelassen.

Weniger Luft nach oben hat Doros „bessere Hälfte“. Eberhard Mühlfriedel hatte jederzeit die Wertung in der Seniorenklasse im Griff und konnte die Konkurrenz auf Distanz halten. Für 558 Ringe ließ er sich am Schluß einmal mehr mit Gold dekorieren. Zweiter wurde Siegfried Muzenhardt vom SSV Widerhold Singen (509), Rang drei ging an Karl-Heinz Weber (BSC Konstanz, 505). Irgendwo hatte allerdings einer der gemischten Senioren-Altersklasse-Mannschaft am Ende dann einen Ring zu viel liegen lassen. So schrammten Eberhard, Matthias und Peter am Schluß mit 1599 Ringen denkbar knapp an der 1600 vorbei, hielten aber den zweitplazierten TV Meßkirch gehörig auf Distanz. Schade, aber noch ist die Saison ja nicht zu Ende.

So. Und nun mag ich nicht mehr. Liga Teil II wird dann in den nächsten Tagen nachgereicht. Irgendwann. Ich brauch' jetzt Feierabend, Akku is' leer. Und die fehlenden Plazierungen folgen dann, wenn auch die endgültige Ergebnisliste vorliegt … .

 

„Avanti Dilettanti … .“ – Sonntags, 17:30 Uhr irgendwo in D

 

Besonderer Dank …

… geht an die Freiwilligen der SG Singen 04 um Michael Margraf, denn ohne sie hätte es in der Halle ziemlich dürftig ausgesehen !!!! Danke Leute, dafür daß Ihr Euch am Vortag nach der Liga noch abgehetzt habt, um alles zu richten.

   

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