Bei den diesjährigen Bezirksmeisterschaften (FITA) waren die Schützinnen und Schützen des SV Litzelstetten erneut erfolgreich auf der Jagd nach dem begehrten Edelmetall. In den Einzelwettbewerben konnten fünf Titel geholt werden. Zusätzlich gab es Gold für die Herren und die Damen in den Mannschaftswertungen. Das gemischte Schüler A Team erreichte Bronze...

Das erste Kräftemessen zwischen dem Junioren-Seriensieger der letzten Jahre Christian Wild und dem aktuellen Vize-Landesmeister Victor Weszelovsky konnte Christian recht souverän zu seinen Gunsten entscheiden. Zwar blieb er diesmal durch einen deutlich schwächeren zweiten Durchgang unter der 600er Marke, konnte aber dennoch die gesamte Konkurrenz, angeführt von dem Markdorfer Weszelovsky, auf Distanz halten. Am Ende blieben 585 (300; 285) Ringe. Wirklich zufrieden konnte Christian Wild mit diesem Resultat letztlich nicht sein. Zu viele Patzer kosteten ein weitaus besseres Endergebnis. Hinter dem sehr gleichmäßig agierenden Victor Weszelovsky mit 563 (281; 282) Ringen erreichte Harry Kempf vom TV Meßkirch mit 513 (259; 254) Ringen den dritten Platz.

Dank eines starken zweiten Durchgangs konnte Jürgen Häge (471: 228; 243) sich am Ende noch von Stefan Windmüller (441: 226; 215) absetzen. Für die beiden Starter blieben die Ränge sechs und sieben. Beide können mit dem Erreichten aber sehr zufrieden sein, gab es doch am Ende für die Mannschaft Gold mit 1497 Ringen. Hier musste der TV Meßkirch passen: mit 1435 Ringen blieb für das Trio Harry Kempf, Horst Brucker und Stefan Rieger der zweite Platz. Sobald sich Rieger allerdings wieder von seinen Schulterbeschwerden erholt hat, dürfte es deutlich schwieriger werden, die Meßkircher auf Distanz zu halten. Wahrscheinlich kommt es auf der Landesmeisterschaft zum erneuten Kräftemessen. Die Schützen der SG Singen 04 mit Michael Margraf, Roland Kunert und Frank Rullmann wurden mit 1225 Ringen dritte. Das Wochende am 7. und 8. Juli sollten sich die drei Litzelstetter Starter aber auf jeden Fall schon in ihrem Terminkalender markieren. Für Christian Wild ist es ja schon Gewohnheit und nur Durchgangsstation zur Deutschen Meisterschaft, aber Jürgen Häge wird nun erstmals nicht nur „passiv“ als Betreuer von Lilian gefragt sein sondern muß nun auch selbst aller Voraussicht nach an die Schießlinie.

Einen großen Erfolg stellt die zu erwartende Qualifikation auch für den Neuling Stefan Windmüller dar, der in seinem ersten Jahr als aktiver Schütze bereits in Wyhl dabei sein dürfte. Begeistert von seinem Endergebnis war auch Matthäus Kloc, der nach einem eigentlich schon sehr ordentlichen ersten Durchgang noch einmal mächtig zulegen konnte: zum Schluß war nicht nur die 300er Marke gefallen, auch die 400 wurde erstmalig geknackt. Mit 410 (186; 224) Ringen wurde er neunter und erzielte in seiner ersten Saison ein hervorragendes Ergebnis. Man darf gespannt sein, wie er bei seinem Trainingsfleiß vorankommt. Auf jeden Fall ist in Zukunft auch von ihm noch mehr zu erwarten.

Bei den Damen fiel der erhoffte Dreikampf um den Titel am Ende aus. Souverän sicherte sich Susanne Papendick mit 575 (284; 291) Ringen Gold. Sie setzte sich deutlich gegen die amtierende Landesmeisterin Simona Weszelovsky durch, gegen die sie bei der Damenverbandsrunde im internen, südbadischen Vergleich vor drei Wochen noch den kürzeren gezogen hatte. Simona kam mit den Bedingungen nicht so gut zurecht und erreichte am Ende 535 (268; 267) Ringe. Sie wurde damit zweite. Durch einen völlig verkorksten zweiten Durchgang rutschte Stefanie Polej auf den dritten Rang. Sie konnte mit ihren 531 (279; 252) Ringen nicht wirklich zufrieden sein. Zu viele leichte Fehler, am Ende auch zu wenig Kraft – schade, waren es doch diesmal abgesehen von der Hitze ausgesprochen angenehme Rahmenbedingungen. In vier Wochen werden sich die drei auf den Landesmeisterschaften erneut miteinander messen. Da in Daisendorf in der Regel keine Bestmarken gesetzt werden, dürfte es dort hoffentlich wieder bergauf gehen, für Susanne ein positives Signal! Schließlich hat sie in Daisendorf noch nie die Saisonbestleistung erzielt – die jedoch aktuell für 2007 hier gefallen ist. Man darf also hoffen, dass es auch hier weiter nach vorn geht.

Von den weiteren Litzelstetter Starterinnen konnte sich Doro Lamparter am Ende dank einer deutlichen Steigerung im zweiten Durchgang mit insgesamt 429 (199; 230) Ringen den fünften Platz sichern. Sie landete so vor Silke Müller (403: 196; 207) und Gisela Schüßler (392: 204; 188). Für die Landesmeisterschaften sollte es bei Doro am Ende auf jeden Fall reichen, Gisi bleibt leider durch den etwas unglücklich gestalteten zweiten Durchgang die „Wackelkandidatin“.

Die Damenmannschaft hatte, wie schon bei Bezirksmeisterschaften gewohnt, keine Konkurrenz und holte sich in der Besetzung Papendick, Polej, Müller mit 1509 Ringen den Titel. Dieses Ergebnis lässt sich bei entsprechenden Rahmenbedingungen in Wyhl und dem nötigen Nervenkostüm – Gesundheit vorausgesetzt – sicher noch ein wenig verbessern. Vorfreude auf die Wettkämpfe ist jedenfalls bei allen Starterinnen gegeben.

Bei den Schülerinnen A stand in diesem Jahr Melina Herr alleine an der Schießlinie und musste ihren Wettkampf entsprechend gestalten. Lilian Häge war als Teilnehmerin der Jugendverbandsrunde „außerhalb“ aktiv, ihr Ergebnis von 585 Ringen wurde telefonisch durchgegeben. Nach einer guten ersten Hälfte mit 211 Ringen musste Melina, wie wohl viele andere auch, der großen Hitze Tribut zollen und schaffte im zweiten Durchgang leider nur noch 158 Ringe. Am Ende standen so 369 Ringe und der zweite Platz.

Bei den Jungen kam Niels Huber mit den neuen Wurfarmen noch nicht ganz wie erhofft zurecht. Mit 296 (143; 153) Ringen scheiterte er äußerst knapp an der 300er Grenze und wurde am Ende zehnter. Den Titel gewann hier Marcel Pfaff vom TV Meßkirch (580: 295; 285) vor Max Borgmann (SV Weiler-Höri, 556: 279;277) und Thorsten Bühler (TV Meßkirch, 542: 274; 268).

Die gemischte Mannschaft erreichte in der Besetzung Häge, Herr, Huber den Bronzerang, und es bleibt zu hoffen, dass sich durch ihr Ergebnis von 1250 Ringen alle drei für die Landesmeisterschaften qualifizieren können. Es siegte in dieser Wertung die Mannschaft vom TV Meßkirch (Marcel Pfaff, Thorsten Bühler, Rene Brucker; 1583 Ringe) vor SV Weiler-Höri (Max Borgmann, Tobias Hepfer, Adrian Trost; 1354 Ringe).

In der Schülerklasse B konnten Adrian Schwahn und Nico Hoffmann leider keine Akzente setzen. Sie wurden am Ende nahezu im Gleichschritt sechster und siebter mit 467 (239; 228) und 462 (231; 231) Ringen. Den Titel holte sich Lukas Hönsch vom TV Meßkirch mit 591 (300; 291) Ringen. Er verwies Dominik Kunert von der SG Singen 04 mit 555 (287; 268) Ringen auf den zweiten Platz. Erneut ein sehr gutes Ergebnis erzielte Rolf Walter vom BSC Konstanz, der sich in seinem ersten Jahr auch auf der Bezirksmeisterschaft schon eine Medaille schnappte. Er belegte am Schluß Rang drei und holte mit 523 (255; 268) Ringen Bronze.

Wieder einmal ein sehr gutes Ergebnis erreichte Lukas Lamparter, der in der Klasse Schüler B mit dem Compound-Bogen den Titel gewann. Nach schwachem Start konnte er sich im zweiten Durchgang auf gewohnte Ringzahlen steigern und holte mit 617 (296; 321) Ringen Gold.

Der fünfte und letzte Einzeltitel für den SVL ging in der Seniorenklasse der Herren an Eberhard Mühlfriedel, der mit 513 (255; 258) Ringen „Namensvetter“ Eberhard Kohnle (BC Markdorf; 452: 230; 222) deutlich auf Distanz halten konnte. Interessant dürfte sein Start bei den Landesmeisterschaften sicherlich werden, hat er sich doch in dieser Saison schon deutlich steigern können.

Bleibt als Fazit ein ausgesprochen erfolgreiches Wochenende für die SVL Starter, die in nahezu jeder Wettkampfklasse Edelmetall mit nach Hause nehmen durften. Die Qualifikation zu den Landesmeisterschaften in vier Wochen dürfte für viele Teilnehmer bereits sicher feststehen, bei einigen anderen Kandidaten heißt es Daumen zu drücken, damit es am Ende reicht. Das Training sollte jedenfalls momentan niemand von den Startern dieses Wochenendes bis auf weiteres auf die leichte Schulter nehmen, und auch der Terminkalender sollte am 7. und 8. Juli mit einem dicken Kreuz markiert sein …

 

   

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