Und wieder ist ein Wettkampf um, und wieder rückt das Jahresende mit großen Schritten näher. Mit den Bezirksmeisterschaften geht damit nicht nur die Wettkampfserie bezogen auf das Kalenderjahr vorüber, auch ein anstrengendes Wochenende für die Teilnehmer der Verbands- und Bezirksoberliga ist endlich um. Besonders große Abstriche mussten von den Einzelstartern des Samstags am Ende nicht viele machen. Damit waren dann alle Beteiligten mit ihren Ergebnissen doch sehr zufrieden. Mehr oder weniger.

 

Die diesjährigen Bezirksmeisterschaften in der Halle standen ganz im Zeichen „Generalprobe“. Und entsprechend hatte Christian Wild seine Parole ausgegeben: eine solche muß natürlich schlecht laufen – damit es dann am eigentlich entscheidenden Termin besonders gut klappt. Als besonderen Termin hat er sich die erstmalig ausgetragenen „Berlin Open“ ausgesucht. Als Ausflug vor der Weihnachtspause schien dieser Wettkampf aus vielerlei Gründen schon frühzeitig attraktiv. Klar damit auch, daß entsprechend für Niels Huber ebenfalls noch nicht Saisonschluß ist. Beide wollten dementsprechend an diesem Wochenende noch einiges ausprobieren und einen letzten Test absolvieren.

 

Miesen ersten Durchgang abgeliefert, am Ende noch durchgebissen, und schließlich auch knapp gewonnen. Mehr war an diesem Wochenende für Christian wohl nicht zu wünschen gewesen. Allerdings hatte der Wettkampfverlauf zu Beginn nicht unbedingt auf einen guten Ausgang deuten wollen. Viele leichte und sicher auch unnötige Fehler bedeuteten schon früh einen Rückstand auf Teamkollegen Heiko Plagwitz. Und auch Adrian Massler hatte im Mannschaftsvergleich der Ligatruppe Christian auf Distanz gehalten. Wieder einmal nur dritter bei Halbzeit, gut zum Üben für schwierige Situationen. Allerdings wollte Heiko nicht den Anschein erwecken, es könne auch dieses Mal für Christian reichen. Zu konstant war die Leistung Passe für Passe gewesen. Was sollte da noch schief gehen ? Und im Beobachterbereich spekulierten bereits einige mit der „Chefstatistikerin“, ob vielleicht an diesem Wochenende nun ein geradezu „historischer“ Moment eintreffen sollte. Schließlich hatte Christian ja seit seinem Wechsel in die Schützenklasse in der Halle noch nicht eine Meisterschaft auf Landesebene verloren (O.K., die eine verpennte Vereinsmeisterschaft von vor vier Jahren, die zählt nicht wirklich). Aus der Beobachterperspektive sprach dieses Mal wirklich einiges für einen Wechsel an der Spitze.

 

Doch die am Duell unbeteiligten hatten die Rechnung ohne den Wirt bzw. den Christian gemacht. Gerade noch rechtzeitig bei etwa drei Viertel des abgelaufenen Wettkampfs schaltete der den nötigen Gang hoch, während parallel dazu ausgerechnet Heiko Plagwitz zu schwächeln begann. Ein Fehlschuß tat dann sein übriges: dank einer halbwegs ordentlichen 282er Hälfte konnte Christian Wild am Ende doch noch ausreichend punkten und Heiko hinter sich lassen. Mit 554:540 ging das Duell an die nach wie vor Nummer eins. Im Windschatten der beiden und im Nachgang zu einem ausgezeichneten Match-Samstag in der Verbandsliga hatte der dritte in der Schützenklasse-Mannschaft, Stefan Windmüller, erneut zu einem Höhenflug angesetzt. Schon mit einem sehr zufriedenstellenden ersten Durchgang hatte er sich hinter den beiden eingereiht. Allerdings hieß es am Ende auf die Frage: „Und, zufrieden“, dann doch „nee.“ Grund: der nervige Fehlschuß zwischendurch. Die 514 Ringe bedeuteten am Ende dann aber auf jeden Fall neue persönliche Bestleistung und doch im Grunde einen hohen Grad der Zufriedenheit. Man will ja nicht immer meckern.

 

Da im Rahmen der Bezirksmeisterschaften allerdings stets auch eine Nachmittagsgruppe mit der direkten Konkurrenz ansteht, war am Ende dann doch noch nicht alles entschieden. Zwar hatten eigentlich Christian und Heiko den Wettkampf längst abgehakt, aber mit einem starken Auftritt eines Neulings im Trikot des TV Meßkirch hatte dann doch niemand gerechnet. Mit Alexander Kupper hatte das Team um Stefan Rieger einen sehr starken Konkurrenten für das Litzelstetter Führungsduo ins Rennen geschickt. Das war dann doch vorher so recht nicht zu erwarten gewesen. In der Zwischenwertung hatte Kupper an Platz zwei gelegen, und seine gute Leistung konnte er auch in der zweiten Hälfte halten. So wurde es am Ende richtig knapp. Mit 554:553 konnte Christian Wild aber den Meßkircher „Frischling“ dann doch noch auf Platz zwei verweisen. Heiko Plagwitz landete zum Schluß auf dem dritten, Stefan Windmüller auf dem undankbaren vierten Rang. Markus Schmotz als vierter Starter im SVL-Team erreichte mit 408 Ringen für sich ein ebenfalls zufriedenstellendes Endergebnis und erreichte Platz sechs. Für die Mannschaft schlugen am Ende gute 1608 Ringe zu Buche. Damit konnten Christian, Heiko und Stefan ihren Titel entsprechend verteidigen.

 

In der Damenklasse taten es sich Susanne Papendick und Stefanie Polej im Gleichschritt schwer. Mit nur 247 bzw. 245 Ringen hatten sie den ersten Durchgang beendet. Ähnlich unbefriedigend verlief bis kurz vor Schluß auch die zweite Hälfte. Erst in den letzten vier, fünf Passen lief es schlagartig wie eigentlich erhofft und gewünscht. Eine Erklärung dafür hatten irgendwie beide nicht. Und so standen am Ende nur 519 sowie 507 Ringe auf der Ergebnisliste. Damit wurde Susanne hinter Simona Weszelovszky zweite, Steffi erreichte Platz drei. Die vielen Zehner die zum Ende des Wettkampfs fielen, kamen also zu spät, und eigentlich hatten die beiden nebst Christian Wild, bei dem der Tag ja ähnlich, wenn auch auf deutlich höherem Niveau, gelaufen war, gute Lust auf einen weiteren Durchgang. Aber da war ja bereits Feierabend. Was sollte es also. Zu ändern war es eh nicht mehr. Zufriedenheit auf jeden Fall gab es bei Christine Straub zu vermelden. Sie konnte sich mit 455 Ringen auf Platz fünf in der Damenklasse einreihen. Bernhardine Kraus vom TV Meßkirch hatte wie so viele andere auch ebenfalls kurz vor Schluß noch die Kurve bekommen, erreichte 459 Ringe und damit Platz vier. Siebte wurde am Ende Kirsten Keller. In der Teamwertung gab es für Susanne, Steffi und Altersklasse-Starterin Doris Mühlfriedel am Ende für 1483 Ringe Platz eins, zweite wurden Christine und Kirsten, die sich ebenfalls in der Altersklasse in Form von Beate Heisler beim Aufstocken der Mannschaft bedient hatten. Beate wurde hier in der Einzelwertung hinter Doro, die jederzeit das Geschehen im Griff hatte, zweite.

 

In der Schülerklasse A ging es sicher nicht um eine Plazierung auf dem Treppchen. Dafür ist die Übermacht der Schützlinge von Erich Graf einfach zu groß. Auch in diesem Jahr holten die Nachwuchsschützen vom SV Weiler Höri alle drei Medaillen in der Jungenkonkurrenz. Aber Medaillen waren ja nicht das erklärte Ziel gewesen. Es ging um eindeutig höheres: einen Pott (Kinder-) Punsch, den sich Christopher Borho erkämpfen wollte. Selbigen hatte Christian Wild versprochen, falls es ihm gelingen sollte, die 400er Marke zu durchbrechen. Mit einem 216er Einstieg war in der ersten Hälfte schon ein guter Schritt in diese Richtung getan. Am Ende schaffte Christopher dann mit neuer persönlicher Bestleistung 417 Ringe. So gibt es dann für ihn beim letzten Jugend-Event des Jahres 2010 auf dem Weihnachtsmarkt dann einen Becher Punsch. Gratulation, und dann auch noch ein toller achter Platz ! Felix Aschpurwis konnte in diesem Wettkampf seinen Bruder Moritz übertrumpfen. Die beiden erreichten die Plätze 11 und 14. Johannes Roller konnte sich hinter Moritz auf Rang 15 einreihen. Die Konkurrenz gewann am Ende Nick de Boni mit 541 Ringen vor Philipp Sturm (503) und Sebastian Neller (493). Die Teamwertung ging naturgemäß an den SV Weiler Höri, der sich mit Nick de Boni, Philipp Sturm und der Siegerin bei den Mädchen, Tamara Abele, Platz eins, und mit Sebastian Neller, Niklas Maurer und Michael Kiene Platz zwei gesichert hatte. Platz drei ging an Christopher Borho und die Aschpurwis-Brüder Felix und Moritz.

 

Etwas vorgenommen hatte sich in der Jugendklasse Niels Huber. Schließlich steht am nächsten Wochenende Berlin auf dem Programm. Demnach sollte eine brauchbare Generalprobe her, nicht zu gut, aber auch nicht zu schlecht. Mit 522 Ringen ist dieses Unterfangen am Ende dann wohl gut gelungen. Platz eins in der Jugendklasse, dazu dann noch die gewonnene Mannschaftswertung mit Patrick Strobel, der mit 437 Ringen in der Einzelwertung neunter gewonnen war, sowie Justin Schuldes, dem Überraschungszweiten in der Konkurrenz, der 482 Ringe erzielt hatte. Dritter hinter den beiden Litzelstettern wurde mit 479 Zählern Maximilian Kloss von der SG Singen 04.

 

In der Juniorenklasse kamen die Litzelstetter Frank Nietsch, Mario Straub und Valentin Kolandt im Pulk auf die Plätze drei bis fünf. Frank erreichte 492 Ringe und damit Bronze hinter dem überragenden Adrian Massler vom SV Weiler Höri, dem das Dauertraining mit dem SVL-Liga-Team durchaus zu bekommen scheint: 554 Ringe und damit gleichauf mit Christian in der Punktewertung, ein echt tolles Ergebnis. Jetzt nur noch das ewige Rumgeunke von „Land“ und „Lieferschwierigkeiten“ im weitesten Sinne abstellen, dann klappt es auch dort mit einer guten Plazierung … . Zweiter in der Konkurrenz wurde der Meßkircher Marcel Brucker mit 495 Ringen. Mario Straub war in der Endabrechnung mit 488 Ringen knapp am Treppchen vorbeigeschrammt, 440 Ringe bedeuteten für Valentin Kolandt am Schluß Platz fünf. Bei den Juniorinnen kam Annkathrin Heisler mit kaum überstandener Bronchitis nicht an ihre tollen Ergebnisse vom Saisonbeginn heran. 379 Ringe bedeuteten am Ende Platz zwei hinter Alice Massler vom SV Weiler Höri, die es mit ihren 411 Zählern zwar nicht mit ihrem Bruder aufnehmen konnte, aber für die Familie ein zweites Einzelgold holte. In der Teamwertung gab es für die Litzelstetter Frank, Mario und Anni am Ende den Titel mit 1359 Ringen. Adrian und Alice Massler erreichten mit Felix Hepfer 1333 Zähler und Platz zwei.

 

Rehabilitation gelungen, wenigstens teilweise, so war das Motto für Jürgen Häge. Zwar war er mit der abgelieferten Leistung nur wenig zufrieden, am Ende aber reichte es mit 510 Ringen dann doch für den Titel in der Altersklasse. Zweiter wurde am Ende bei gleicher Ringzahl Michael Margraf. Für ihn fehlten am Ende dann doch ein paar Zehner. Ringgleichheit gab es auch auf Platz drei. Hier kam aber noch die Zehnergleiche hinzu. Damit bekamen sowohl Matthias Heisler für den SVL als auch Helmut Lang für den TV Meßkirch Bronze. Für Matthias geht damit ein starkes Wochenende endlich zu Ende: erst wichtigster Schütze neben Stefan Windmüller in der Liga-Mannschaft, danach dann noch ein gutes Bezirksmeisterschaftsergebnis am Sonntag, mehr kann man kaum wollen. Peter Nietsch wurde mit 486 Ringen sechster, Josef Straub mit 470 Zählern achter, Stefan Leitermann kam mit 420 Ringen auf Platz 13. Die Mannschaftswertung in der Altersklasse ging an Jürgen, Matthias und Josef, die 1480 Punkte geholt hatten. Zweite wurden die Meßkircher Horst Brucker, Harry Kempf und Helmut Lang (1450) vor dem zweiten Litzelstetter Team, Peter Nietsch, Stefan Leitermann und Eberhard Mühlfriedel (1425). Letzterer hatte die Seniorenklasse mit 519 Ringen gewonnen. Siegfried Muzenhardt hatte sich zwar am Nachmittag auf die Verfolgung gemacht, konnte aber mit 515 Ringen am Schluß nicht ganz mithalten und bekam Silber. Bronze ging an Eberhard Kohnle vom BC Markdorf. Hermann Pretzel wurde mit 428 Ringen fünfter, Heiner Hahn mit 362 Zählern achter.

 

Fazit: die Bezirksmeisterschaften sind um, die Helden des Wochenendes sind müde, alle Berichte mehr oder weniger geschrieben, die Weihnachtspause kann kommen. Allerdings … : schön wär’s schon, wenn man denn die Apollon-typischen Auswertungen hätte, so mit erstem und zweitem Durchgang und so ... . So können bzw. müssen Christian und Addy für den internen Vergleich entweder noch selbst Zehner zählen oder das ganze ad acta legen. Nicht zu beneiden sind jedenfalls die Organisatoren der Startlisten der Landesmeisterschaften. Sie werden am Ende womöglich dann doch alles noch „umpflegen“ müssen, um „DSB-kompatibel“ melden zu können. Kein Spaß also, und alles andere als eine echte Verbesserung für die Ehrenämtler. Aber das spielt ja in aller Regel keine große Rolle und soll nicht wirklich jemanden kümmern, ganz wie immer eigentlich … . Oder besser: hoffentlich nicht ganz wie immer eigentlich.

   

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